Square Enix macht sich Sorgen um Hardcore-Suchteln und Gelegenheitsspielern, die auf der Strecke bleiben. Daher hat der Publisher von „Final Fantasy 14" angekündigt, die wöchentliche Spielzeit in der neuesten Version des Online Rollenspiels einzuschränken. Dieser Umstand soll aber eine gewisse Zeiteffektivität nach sich ziehen, so dass man in weniger Zeit mehr erreichen könne. Die Gamerszene ist natürlich gar nicht so begeistert.
Gerade einmal 8 Stunden Powerleveling
Mickrige 15 Stunden will Square Enix den Spielern eingestehen, ihrem Hobby nachzugehen. Dabei soll es bereits nach acht Stunden weniger Erfahrungspunkte geben, die für das Leveln eines Avatars wichtig sind. Nach 15 Stunden gibt es dann gar keine EP mehr.
Natürlich kann man so argumentieren, dass arbeitende Menschen kaum die Zeit finden, mehr als 1-2 Stunden am Tag zu zocken. Im Grunde mag das richtig sein, aber gerade in der Urlaubszeit oder während Feiertagen kann es vorkommen, dass man mehr zocken möchte.
Zudem muss man auch bedenken, dass allein an einem reinen Zockersonntag schon einige Stunden drauf gehen können, wenn man anständig raiden möchte oder einfach einen verregneten Tag mit Spielen verbringen.
Pro und Kontra
Beschränkungen an sich sind nicht immer nutzlos, doch das Maß, das Square Enix gewählt hat, ist sehr begrenzt. Auch das Klischee von Hardcore-Zockern ist oft überzogen, da die Masse trotz allem immer noch Computerspiele als Alternative für andere Medien wie Fernsehen nützt und irgendwann auch das eigene Maß findet oder gar das Interesse am Spielen verliert.
Auch ist zu bedenken, dass viele Spieler Online Rollenspiele auch als Anlaufstelle für Chats nützen und es dabei auch vorkommen kann, dass man an einem Abend gar nicht zockt, sondern viel mehr einfach nur online ist.
Letztendlich aber ist aber ein sehr wichtiger Punkt der ganzen Diskussion, dass die Spieler für „Final Fantasy 14" nicht gerade wenig Geld investieren und das Spiel kostenpflichtig ist.
Schuss in den Ofen
Viel mehr ist davon auszugehen, dass die Entscheidung von Square Enix ein Schuss in den Ofen ist und sicherlich potentielle Kunden davon abhalten wird, das Spiel zu kaufen. Auch sollte man doch erwachsenen Spielern zumuten dürfen, selbst zu entscheiden, wie oft und wie lange sie zocken möchten sowie vor allem ihre ganz eigenen Erfahrungen mit der Online-Sucht zu machen und zu lernen, mit ihr umzugehen.
Stattdessen gäbe es Möglichkeiten für Eltern, ihren Jüngsten eine gewissen Anzahl von Stunden am Tag zum Zocken zu gewähren. Auch ist manchmal eine andere Form von Sucht-Prävention ganz erfolgreich: In dem MMORPG Aion zum Beispiel erscheint jede Stunde eine Nachricht, wie lange man bereits zockt und das kann auch den Spieler für die in das Spiel investierte Zeit sensibilieren.
Erfolgsstrategie?
Die spannende Frage, die sich nun stellt ist, wann Square Enix diese Begrenzung erweitert und wie die aktiven Spieler auf die 15 Stunden pro Woche reagieren. Ebenso spannend wird der Praxistest sein, wenn die Begrenzung womöglich aufgehoben wird, wie viele neue Spieler „Final Fantasy 14" hinzugewinnt.
Wir berichten euch, falls sich Änderungen an der wöchentlichen Spielzeit des kostenpflichtigen Games kund tun! Bis dahin interessiert es uns natürlich, was ihr darüber denkt.
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