Obwohl unsere wunderschöne Website Gratis-MMORPG.com heißt und wir beim Barte aller Frauen geschworen haben, über kostenlose MMORPGs zu berichten, kam uns der Gedanke, dass man auch mal etwas über den Tellerrand hinausblicken kann. Denn schließlich sind wir ja alle Gamer und da könnten uns Spiele aus anderen Bereichen ja auch interessieren.
Daher starten wir heute unsere neue Serie "Über den Tellerrand" und stellen euch hier die Computerspiele außerhalb des Bereichs der Free to Play-Onlinespiele vor, die derzeit in aller Munde sind. Wir möchten die Website aber nicht zu einer generellen Spieleseite machen, auf der über alles gesprochen wird. Daher suchen wir uns nur die absoluten Highlight-Titel aus und versuchen auch immer, den MMO-Bezug herzustellen. Den Anfang machen wir mit id Softwares kürzlich veröffentlichtem Shooter Rage.
Das Unternehmen id Software stand schon seit Gründung für spannende Ego-Shooter, welche die Grenzen der Technologie immer weiter noch vorne pushten. Daher war die Erwartungshaltung der Fans dem neusten Werk von John Carmack und Co. gegenüber sehr hoch, setzten die letzten Spiele, darunter Doom 3 (2004) oder Quake 4 (2005) die Messlatte doch sehr hoch. Nun erschien endlich das Spiel Rage, über das im Vorfeld schon eifrig diskutiert wurde, da es eine neue Engine mitbringen würde, weche große Außenareale mit fantastischer Grafik ermöglichen sollte. Das Spiel ist nun da, doch weder sieht die Grafik überragend aus, noch sind die Außenareale übermäßig weitläufig - autsch.

Patriotismus ist auch in England weit verbreitet.
Doch beginnen wir am Anfang: Die Erde wird durch den Einschlag eines Meteors fast vernichtet. Die Überlebenden rotten sich zu Clans und Banden zusammen, die in einer verwüsteten Welt um die letzten Ressourcen kämpfen. Ihr seid ein Überlebender des "Arche-Projekts", eingeforen vor der Katastrophe, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Einige hundert Jahre später werdet ihr unsanft geweckt und in einen Strudel von Gewalt entlassen, was nach einem schreit: Kämpfen mit ganz vielen Wummen! Und genau das bietet Rage. Ihr erhaltet im Spiel Aufträge, die euch zu verschiedenen Orten der postapokalyptischen Welt führen. Hier geht es dann immer um eines: Ballern. Ihr kämpft euch durch Höhlen, Ruinen und manchmal auch durch Wüstenlandstriche.

Die Strandbuggy-Verbote werden immer härter durchgesetzt.
Dabei seid ihr nicht immer zu Fuß unterwegs. Ab und an schwingt ihr euch auch hinter das Steuer eines Fahrzeugs und gebt ordentlich Gas. Hier merkt man jedoch, dass es sich bei Rage nicht um eine offene Spielwelt handelt. Die Levelabschnitte sind zwar für einen Shooter recht groß aber doch weit entfernt von einer großen, weitläufigen Landschaft. Größter Kritikpunkt ist die Grafik. Nicht nur, dass die Texturen sehr detailarm und niedrig aufgelöst sind, schaut ihr euch im Spiel schnell um, merkt ihr, wie die Texuren nachgeladen werden, was etwas die Atmosphäre zerstört. Modelle von Gegnern und NPCs dagegen sehr sehr schön aus und sind fantastisch animiert. Auch der Sound erschafft eine passende Atmosphäre. Sogar einige Rollenspiel-Elemente wie Quests oder Item-Handel haben ihren Weg in den Shooter gefunden, machen ihn jedoch nicht zu einem vollwertigen RPG.

"Howdy!" -"Ja was wuist? I hau glei di!"
Hätte Rage das Potenzial für ein MMO? Aber Hallo! Die Endzeit-Welt ist geradezu prädestiniert für ein MMORPG, sofern die Landschaften offen wären. Auch die Hintergrundgeschichte und die Fraktionen sprechen dafür, dass man aus Rage ein gutes Onlinespiel machen könnte. Aber auch so ist der Titel ein wirklich gelungener Shooter mit einigen Abstrichen in Sachen Grafik und teils verwirrender Story. Wer 18 Jahre alt ist, auf FPS steht und nach neuem Futter lechzt, der kann getrost zugreifen.
Zur Website des FPS Rage.

