Es gibt Spiele, in denen man sich verlieren kann. Meist ist dies bei MMORPGs der Fall, da diese aufgrund der Fülle an Content und den gigantischen Ländern, die man erforschen kann, für Monate - manchmal sogar noch länger - begeistern.
Aber auch im Bereich der Single-Player-Spiele sind solche Perlen zu finden. Eine davon stellen wir euch heute in unserer "Über den Tellerrand"-Rubrik vor. Dabei handelt es sich um Skyrim, den fünften Teil der RPG-Reihe The Elder Scrolls.
Typisch für die Spiele der Serie beginnt ihr als Gefangener. Nachdem euch ein Kommandant fragt, wer ihr seid, bestimmt ihr euer Aussehen, euer Volk und euren Namen. Klassen gibt es in Skyrim keine. Ihr bestimmt anhand der Fertigkeiten, die ihr einsetzt, ob ihr eher einen Kämpfer oder Magier spielen möchtet. Kommen wir nun zu eurer Exekution. Genau, ihr sollt wegen Hochverrats am Imperium hingerichtet werden. Euer Kopf liegt schon auf dem Block und der Henker holt zum Schlag aus, als plötzlich ein Drache herbeifliegt und seinen brennenden Atmen über die Anwesenden vergiest. Klar, dass ihr diese Situation nutzt, um zu fliehen.

Schwiegermutter beim Frisör.
Dabei stellt sich die Frage: Woher kommen die Drachen? Seit Generationen wurde keiner von ihnen mehr gesehen. Ein Nordmann, der mit euch fliehen kann, schlägt vor, die nächstgelegene Stadt und ihren Herrscher aufzusuchen. Es beginnt ein Abenteuer, das euch fesseln wird und in das ihr sicher genauso eintauchen könnt, wie in ein MMORPG. Denn in Skyrim gibt es enorm viel zu erforschen. Weitläufige Landstriche, Höhlen, Städte, Gräber, uralte Ruinen... Bald stellt sich heraus, dass ihr jemand ganz Besonderes seid, der Dovakhiin, der Drachengeborene, der über die Gabe verfügt, mit seiner Stimme besondere Magie zu wirken. Nur leider müssen diese Fähigkeiten erst nach und nach "freigeschaltet" werden, indem ihr Drachenseelen sammelt. Richtig, ihr müsst Jagd auf die Lindwürmer machen.

Bei deinem coolen Schwert werde ich ja ganz grün vor Neid!
Gespielt wird Skyrim wahlweise aus der Ego- oder Verfolgerperspektive. Im Laufe eurer Reise trefft ihr auf viele Personen, die manchmal auch Aufträge für euch haben. Daneben steht es euch frei, diversen Organisationen beizutreten und sogar zum Vampir oder Werwolf zu werden. Doch Vorsicht, man kann es sich auch mit Personen oder Organisationen verscherzen, wodurch schonmal ein Kopfgeld auf euch ausgesetzt wird. Abgeschlossene Aufträge und erledigte Missionen geben euch Erfahrungspunkte. Steigt ihr auf, könnt ihr Fertigkeitspunkte auch besondere Fähigkeiten verteilen. Eure Skills an sich steigen jedoch durch häufigen Gebrauch. Skyrim ermöglicht es euch auch, ein Pferd als Reittier zu kaufen, ein Haus zu besitzen und sogar zu heiraten!

Spinne am Morgen, bringt Kummer und Sorgen.
Das RPG The Elder Scrolls V: Skyrim ist genau das richtige Spiel für die langen Winterabende. Auf einem verschneiten Berggipfel im Schneegestöber zu wandern, Riesenspinnen in dunklen Höhlen zu bekämpfen oder einfach nur an einem Berghang zu stehen und einen Sonnenuntergang zu beobachten - Skyrim ist so voller wunderbarer Momente, die einem im Gedächtnis bleiben. Allen voran natürlich die spektakuklären Kämpfe gegen die Drachen. Auch, wenn die Optik vielleicht nicht so detailliert und effektüberladen wie bei anderen aktuellen Spiele ist, erschafft sie dennoch eine stimmungsvolle Atmosphäre. Auch über die konsolenartige Menüführung sollte man hinwegsehen, selbst, wenn sie nervig ist. Rollenspiel-Fans sollten Skyrim unbedingt antesten.

