Browsergames und Free to Play-MMOs gibt es wirklich sehr viele. Da fragt man sich doch ab und zu, woher die ganzen Spieler kommen. Gibt es wirklich so viele Fans von MMORPGs, um diese Vielzahl an Spielen so zu füllen, dass sie sich finanziell lohnen?
Und wenn ein Spiel mal aufgrund von mangelnder Resonanz abgestellt werden muss - was ja durchaus mal vorkommt, wie etwa das Beispiel von Mythos oder aktuell Popcaps Baking Life zeigt - was passiert mit denen, die noch weiterspielen möchten und dem Geld, das sie investiert haben?
Spiele sind Geschmackssache. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Manchen gefällt ein kostenloses Massively Multiplayer Online Role-Playing Game vielleicht auch so gut, dass sie Geld investieren möchten. Meist denkt man dann nicht an einen möglich Tag in der Zukunft, an dem das Spiel vielleicht vom Betreiber eingestellt werden muss. Kommt dieser Tag aber, steht man dumm da. Unter Umständen hat man mehrere Hundert Euro reingesteckt und kann nicht mehr weiterspielen. Rückerstattung? Fehlanzeige. In manchen Fällen gibt es nur die Möglichkeit, ein anderes Spiel des Unternehmens weiterzuspielen und hier vielleicht diverse Boni zu kassieren.

Die Neuverfilmung des "Letzten Einhorns" fand bei den Kindern keinen Anklang.
Ist es unfair, wenn man sein hart investiertes Geld nicht wieder zurückbekommt? Auf den ersten Blick schon. Auf der anderen Seite jedoch hatte man ja bereits eine Gegenleistung für das Geld bekommen. Wie lange diese Leistung währen muss, ist nirgends geregelt. Selbst, wenn man sich ein Auto kauft und es nach 15 Jahren den Geist aufgibt, hat man keinen Anspruch auf Rückerstattung - auch, wenn man davon ausgegangen ist, auf ewig mit dem Gefährt auf den Straßen unterwegs sein zu können. Auch bei einem Abo-MMORPG werden die Monatsgebühren nicht rückerstattet, sollte es einmal vor dem Aus stehen. Alles hat eben mal ein Ende.
So auch das Popcap-Spiel Baking Life. Mutterkonzern Electronic Arts sah sich aufgrund stark rückläufiger Zahlen dazu gezwungen, das Spiel einzustellen. Ob die Einstellung bei monatlich rund 750.000 Spielern und täglich etwa 100.000 Spielern jedoch wirklich nötig war, sei mal dahingestellt. EA ist vielleicht andere Zahlen gewöhnt. Klar, dass die Fans des Spiels nun sauer sind und ihr Geld zurückhaben möchten. Doch jede Beschwerde wird hier wohl ins Leere laufen.

Back, backe Kuchen...
Was lernen wir daraus? Bedenkt bei der Investition in ein Free to Play-Spiel immer, dass das MMO irgendwann abgeschaltet werden könnte und dann ist euer Geld weg.

